Sonntag, 21. Juni 2026

Parteipolitische Kurzsichtigkeit gegen alle Vernunft

Die FDP hat sich entschieden. Sie will den Kanton ab 2027 wieder im Ständerat vertreten. Eine intelligente junge Frau schickt sie ins Rennen um einen der zwei Sitze. Noch offen ist, ob Pirmin Bischof den Sitz der Mitte behält oder ob er nach insgesamt 20 Jahren im National- und im Ständerat seine politische Laufbahn beenden wird. Franziska Roth (SP / Jahrgang 1966) wird wohl ihren Sitz behalten wollen.

Die FDP-Kandidatin Sabrina Weisskopf wäre eine Vertreterin der jüngeren Generation. Sie wird wohl die einzige ihrer Generation mit Wahlchancen bleiben, weil die SVP mit grosser Wahrscheinlichkeit einen Mann der alten Garde nominieren wird. Einen Parteipolterer, der aufgrund seiner pointierten SVP-Positionen mit Sicherheit in der Majorzwahl scheitern wird.

Doch die SVP wird das Scheitern auch diesmal nicht bei sich suchen, sondern bei der FDP und damit eine Begründung für die Nichtunterstützung der FDP-Kandidatin finden.

Die Linke wird’s freuen: sie werden ihre bisherige Ständerätin der alten Garde gewinnen sehen. Und wenn es gänzlich schief läuft und dies bereits im ersten Wahlgang passiert, werden die Grünen im zweiten Wahlgang eine Chance auf den zweiten Sitz erhalten, weil die SVP mit ihrer kurzsichtigen Parteipolitik lieber der Linken hilft statt dem eigenen bürgerlichen Lager.

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