Sonntag, 21. Juni 2026

Das Hauptproblem der AHV ist die Linke

Die AHV hat ein Finanzproblem. Das weiss inzwischen die ganze Schweiz. Und das Problem wird täglich grösser, weil nach und nach die geburtenstarken Jahrgänge ins Rentenalter kommen und weil diejenigen Jahrgänge, die diese Renten bezahlen müssen, viel kleiner sind. Denn die AHV funktioniert nach dem Umlageverfahren: jede Arbeitsgeneration bezahlt die Renten für die jeweils aktuelle Senioren-Generation.

Das war zwar bei der Einführung des Sozialwerkes politisch bequem. Weil jedoch die AHV laufend ausgebaut wurde und wird, hat jede Rentnergeneration am Ende viel mehr Geld aus der AHV-Kasse genommen, als sie seinerzeit einbezahlt hat. Inzwischen ist die Diskrepanz derart gross, dass allein wegen der Einführung der 13. AHV-Monatsrente jährlich mehrere Milliarden Franken in der Kasse fehlen.

Die Bundesversammlung hat deshalb jüngst beschlossen, die Mehrwertsteuer um 0.4 auf total 8.5 Prozent zu erhöhen. Das soll zusätzlich rund 1.4 Milliarden Franken in die AHV-Kasse spülen. Kommentar der zuständigen Bundesrätin, Baume-Schneider (SP): «Jetzt hat die 13. AHV-Rente einen Preis.»

Da fragt sich der Zuhörer: Habe ich das jetzt wirklich richtig verstanden?

Wenn die 13. AHV-Rente zu nicht mal einem Drittel der jährlichen Kosten bezahlt ist, ist sie vollumfänglich bezahlt? Und was ist mit den sich abzeichnenden weiteren Milliarden, die jährlich in der AHV-Kasse fehlen? Weshalb versucht die Bundesrätin, dem Volk Sand in die Augen zu streuen und die Realität zu vernebeln? Darauf gibt es nur eine Antwort: Weil jede vernünftige Antwort auf die aus dem Gleichgewicht gekommenen AHV-Finanzen heissen muss: Das Rentenalter muss (wie in den allermeisten europäischen Ländern) erhöht werden.

Aber genau diese Realität leugnet Linksgrün noch immer vehement – und mit diesen Parteiideologen auch ein paar SVP-ler (weil unpopuläre Entscheide Wählerstimmen kosten könnten). Die AHV hat tatsächlich ihren Preis. Dummerweise liegt er viel höher als bei 1.4 Milliarden im Jahr.

Die AHV liegt im Krankenbett. Und Linksgrün blockiert inkl. Bundesrätin die nötige Therapie. Ganz nach dem Motto: lieber eine tote AHV als dass wir ein Jota nachgeben und unsere Ideologie der Realität anpassen. Dass der Souverän bisher in dieser Frage ebenfalls von Egoismus statt von Realitätssinn getrieben handelte, macht die Sache auch nicht besser. Spätestens nach der Baby-Boomer-Generation dürfte die AHV-Kasse ein Schuldenloch aufweisen, um dessen Höhe willen sie die Nachkommen zu Recht hassen werden. Denn diese Milliarden werden für Bildung, für Forschung, für die Infrastruktur fehlen und sie werden damit den Wohlstand der kommenden Generationen akut gefährden.

 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen