Dienstag, 27. Januar 2026

Ausgezeichnete Führungspersönlichkeiten müssen her!

Die Schlagzeilen gleichen sich: Bundesämter ebenso wie diverse Kantone setzen viel Steuergeld in den Sand mit missglückten IT-Projekten. In der Privatwirtschaft kann so etwas nicht einmal ansatzweise der Fall sein, sonst droht der Bankrott. Dort werden deshalb IT-Projekte von kleinen Profi-Teams äusserst minutiös vorbereitet. Dabei steht am Anfang stehts eine klare und unabänderliche Zielvorgabe: was muss die neue Soft- und Hardware leisten?

Leider ist beim Bund ebenso wie bei vielen öffentlichen Institutionen bereits bei der Zielvorgabe Sand im Getriebe. Nicht selten reden derart viele Stellen mit, dass bereits dort sehr Vieles verwässert, bzw. ungenau wird. Weil den ganzen Prozess anschliessend eine Heerschar von Leuten mitverfolgt, die alle spezifische Teil-Interessen haben, welche häufig nicht einmal mit der Hauptzielsetzung konform gehen, wird der Prozess enorm gebremst und laufend mehr überladen. So lange, bis am Ende wirklich nichts Brauchbares mehr herauskommen kann.

Damit endet dann die Sache in einem Millionenloch. Zahlreiche Bundesdepartemente und Bundesämter haben deshalb ebenso Steuermillionen effektlos verdunsten lassen oder tun sich schwer mit einer IT-Einführung wie Kantone oder etwa die Ausgleichkassen oder neustens das Seco bzw. die Arbeitslosenkasse.

Die Gründe liegen auf der Hand. In allererster Linie mangelt es an einer klaren, starken und zielorientierten Führung. Es kann nie etwas Gutes bei einem Projekt herausschauen, wenn Dutzende von Amtsstellen und Mitarbeitenden mitreden, um nicht zu schreiben: dreinreden. Statt hier im Voraus klare Entscheide zu treffen und deren Einhaltung auch strikte einzufordern, herrscht zu häufig ein Jekami. Das ist für die verantwortliche Führungsperson bequemer; zudem lässt sich deren Verantwortung bei einem Misserfolg auch weniger deutlich bis kaum mehr nachweisen.

Im Grunde zeigen diese Debakel leider deutlich, dass man auch mit sehr grosszügigen Löhnen (sie werden aktuell höchstens noch durch jene bei den Banken, Versicherungen und der Pharma übertroffen), Benefits und Anstellungsbedingungen aus einer (Bundes-)Amtsstube kein Rennpferd macht.

Leider drängt sich genau hier der «Umkehrschluss» auf, weshalb denn für die staatliche Administration und Verwaltung derart viele und derart gut bezahlte Angestellte nötig sind? Wäre es nicht günstiger, die Regierungen, die Chefs also, top zu entlöhnen (auch wenn das der SVP missfällt) und eben dafür nur die erste Garde für die Wahlen zu nominieren? Die Parteien sind gefordert. Die Steuerzahler und -innen wären dankbar.

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