Sonntag, 26. April 2026

Falsche Kritik aus der falschen Ecke

Da stehen dem Schreibenden doch die Haare zu Berge: Ein Chefbeamter des Bundes liest unserer Pharmabranche die Leviten, als wären diese Firmenchefs und Verantwortlichen Schulbuben und -mädchen.

Der Vorgang dürfte in dieser Form einzigartig sein; nicht nur in der Schweiz. Einzigartig dürfte auch sein, dass die Chefs des Levitenlesers sich sofort vor diesen hinstellten und ihn in Schutz nahmen.

Hier hat sich ein Chefbeamter mehr als im Ton vergriffen: er hat sich etwas angemasst, was nicht mal ein Bundesrat tun dürfte. Und es bleibt folgenlos - wir bleiben sprachlos.

Die Pharmabranche ist die wichtigste Exportbranche der Schweiz und eine der wenigen Branchen mit einer hohen Wertschöpfung. Das heisst im Klartext: die Pharmabranche beschäftigt nicht nur 100’000e Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Schweiz. Die Pharmabranche zählt auch zu den allerbesten Steuerzahlerinnen.

Der Beamte, der hier geurteilt hat, wo ihm – schon aufgrund seiner betreffenden Inkompetenz – gar kein Urteil zusteht, möchte offensichtlich, dass diese Branche zwar keine Gewinne mehr macht, aber dem Staat weiterhin Milliarden an Steuern abliefert (und damit auch seinen eigenen Lohn bezahlt).

Zu hoffen ist bloss, dass die SP-Parteiideologie diesem Chefbeamten die Aussagen «diktiert» hat und nicht etwa die fehlenden intellektuellen Fähigkeiten.


P.S. Dieses Ereignis zeigt leider deutlich, mit welcher Selbstverständlichkeit sich heute vor allem die Bundesverwaltung als Macht im Staat versteht. Zukommen tut ihr jedoch einzig die Rolle der Dienerin, der Staatsdienerin. Aus Beamtensicht hat die Verwaltung demnach die Rolle mit dem Souverän getauscht.


 

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