Montag, 13. April 2026

Monopolisten als Marktzerstörer

Kann der Staat alles besser? Sicher nicht; das ist allen klar, die eine Ahnung von Ökonomie haben. Deshalb fragt man sich, weshalb denn Kraftwerksbetreiber (die praktisch alle der öffentlichen Hand, also uns Allen gehören), landauf und -ab Firmen jeglicher Art zusammenkaufen. Die Zürcher Stadtwerke sind da genauso aktiv wie die Berner BKW.

Notabene machen es die Bundesbetriebe, allen voran die Post und die Swisscom, vor. Man kaufe alles, was irgendwie käuflich ist. Damit man es auch bekommt, zahlt man einen sehr hohen Preis. Spielt alles keine Rolle. Es kann ja nichts passieren. Denn die Abschreibungskosten auf dem Goodwill oder gar der ganzen Fehlinvestition zahlen am Ende die Stromkunden, die Postkunden, die Swisscom-Kunden, etc. Und diese haben mit Ausnahme der Swisscom keine echte Wahl, denn sie müssen ihren Strom zwangsweise beim lokalen Anbieter beziehen und ihre Briefe bei der Post aufgeben.

Wer profitiert denn von dieser Ausweitung der Geschäftsfelder der sogenannten «Service Public-Firmen? Ausser dem Management eigentlich niemand. Und dennoch haben unsere Parlamente diesem Management die entsprechenden Freiheiten gegeben. Wohl mit dem (kurzsichtigen) Hintergedanken, diese Unternehmen würden dann viele Steuermillionen in die Kassen spülen. Bislang blieben diese zwar aus – im Gegenteil: man musste schon diverse Fehlinvestitionen abschreiben und Verluste hinnehmen.

Zudem steckt dahinter eine Fehlüberlegung: wenn das Unternehmen A statt Privatpersonen, der Post oder den Zürcher Stadtwerken gehört, wird es deswegen sicherlich nicht plötzlich mehr Erfolg haben und dementsprechend Steuern bezahlen. Wahrscheinlich ist das Gegenteil: der grosse Overhead-Aufwand der schwerfälligen Staatsbetriebe kostet viel Geld, was die Rendite drückt. Was bisher schlank als Familienbetrieb oder KMU funktionierte, ist plötzlich in einen bürokratischen Grossapparat eingebettet.

Die volkswirtschaftlichen Schäden sind dagegen hoch, wenn der Staat oder staatliche Unternehmen mit dem Geld der Steuerzahler oder der Monopolkundinnen auf dem freien Markt wildern. Entweder der Markt wird verzerrt - oder er wird gar zerstört durch die Intervention des Staatsinvestors (die bei staatlichen Submissionen  erst noch die längeren Spiesse haben). Gute Wirtschaftspolitik ist das nicht. Das scheint jedoch die Parlamentsmehrheiten landauf und -ab nicht zu bekümmern. Jedenfalls hat man dem Tun bisher keinen Riegel geschoben. Wäre ja auch schade um die vielen möglichen gutbezahlten «Tschöpli» für die Politikergilde…

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